Erwartungen...

„Wir wissen nicht, was andere denken oder fühlen, wir interpretieren ihr Verhalten und sind dann wegen unserer eigenen Gedanken beleidigt.“ ― Michael Nast (deutscher Schriftsteller und Kolumnist)

 Wenn wir mit anderen Menschen interagieren, nehmen wir sie mit unseren 5 Sinnen wahr. Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen.

Gleichzeitig haben wir, abhängig von der Situation und unserer eigenen Prägung, Erfahrung und Vorstellung, eine gewisse Erwartung, wie sich die Interaktion weiterentwickelt.

Aber was heißt denn „Erwartung“? Wir sitzen also da und warten darauf, dass genau das eintritt, was, eben aufgrund unserer eigenen Prägung, Erfahrung und Vorstellung, eintreten sollte. Da es allerdings höchst unwahrscheinlich ist, dass unser Gegenüber genau dieselbe Prägung, Erfahrung und Vorstellung hat wie wir, ist die Wahrscheinlichkeit eines Missverständnisses sehr hoch bis sicher.

Wie Michael Nast sagt, sind wir dann beleidigt, weil nicht eingetreten ist, was wir erwartet haben. In der Folge könnte die weitere Interaktion mit der anderen Person stark limitiert sein, oder sogar abgebrochen werden. In jedem Fall geht dieses Missverständnis, zumindest teilweise, auf eine persönliche Ebene. Als Menschen fällt es uns schwer, bzw. ist es nahezu unmöglich, ein Verhalten unseres Gegenübers objektiv wahrzunehmen.

Je nach Situation, also in welchem Kontext diese Interaktion steht, kann es zu Trennungen von Partnerschaften, Degradierungen, Auflösung von Arbeitsverhältnissen, u.s.w. kommen. Alles u.U. schwerwiegende Veränderungen im Leben eines Menschen.

Was also tun?

Nun, es ist einfach und aufwändig zugleich: Kommunikation!

Wer zu jeder Zeit seine, bitte realistischen und leistbaren, Erwartungen kommuniziert, wird deutlich weniger Missverständnisse erzeugen und erfahren. Dabei ist es wichtig, sich mit seinem Gegenüber wirklich verständlich abzustimmen und sich zu vergewissern, dass das Gegenüber die Inhalte richtig verstanden hat.

Wie genau Informationen weitergegeben werden, sodass Missverständnisse möglichst ausgeschlossen werden, schreibe ich im nächsten Artikel.

Bis dahin, habt Spaß beim Kommunizieren!